China verstehen für Einsteiger

Wie „chinesisch“ ist die chinesische Moderne? Was macht chinesische Kultur aus? Wer immer sich heute mit China auseinandersetzt, wird früher oder später auf diese Fragen stoßen. Denn China ist in den letzten zehn Jahren sehr viel „chinesischer“ geworden als seine sozialistische Staatsverfassung vermuten ließe. Unterstützt von höchster Stelle feiert die traditionelle Kultur in China ein come back. Die Folgen sind auf allen Gebieten zu spüren: Die nach 2000 geborenen Chinesen kleiden sich in Songzeitliche Gewänder, in ganz China eröffnen Museen, das Zentrum der Chinawissenschaft ist wieder in China (nicht in Amerika oder Taiwan) und Chinesen aus allen Lebensbereichen zeigen ein neues Selbstbewusstsein.

Diese Rückbesinnung auf die eigene Kultur folgt einem Muster, das bis auf Konfuzius (wen sonst?) zurückgeht. Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, im Spannungsfeld dieser drei Denkbewegungen spielt sich die chinesische Geschichte ab. Ein Zugang zum neuen China gelingt, wenn man diese historische Erfahrung, die auch die chinesische Auseinandersetzung mit dem Westen bist heute prägt, ernst nimmt. Dazu notwendig sind Grundkenntnisse in der Geschichte, dem Denken und der Sprache Chinas.

Die drei einführenden workshops setzen unterschiedliche Akzente:

Workshop Chinesische Geschichte: Der Schwerpunkt liegt auf der historischen Erfahrung, die stark geprägt ist von Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus. Die Reaktion auf den Westens sowie die heutige Rückbesinnung auf die Tradition können so ganz anders bewertet werden.

Workshop Chinesische Sprache: Grundkenntnisse der chinesischen Sprache sind unabkömmlich beim Verständnis Chinas. Grundlegende Konzepte und Umgangsformen, die Schönheit der chinesischen Dichtung und die Tiefe seines Denkens sind nicht zu trennen von den chinesischen Schriftzeichen.

Workshop Chinesisches Denken: Die Grundlagen der chinesischen Weltsicht formen sich in China zwischen dem 6. bis 3, Jahrhundert vor Christus, In den fünf Klassikern spiegeln sich Ideale, an denen sich in der Folgezeit Konfuzianer, Daoisten, Legalisten und Mohisten abarbeiten. Erst mit der Rezeption des Buddhismus im 5. Jahrhundert kommen neue Impulse. Das Zusammenwirken der drei großen Schulen Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus prägten China bis zur Ankunft des Westens